Ueber mich        

Eine innere Reise

Hier nun mal ein wirklich sehr persönlicher Bericht, von einer Erfahrung, die ich Mitte März 2011 gemacht habe. Um zu verdeutlichen, in welch unterschiedlichen Situationen eine gelenkte Meditation (ich hatte mir vorher mehrmals die Anleitung / den Vorschlag für das Grundgerüst durchgelesen - ich glaube es war in "Das geheime Wissen der Hexen" von Marian Green) stattfinden kann, muss ich gestehen dass ich für das nachfolgende Erlebnis die (für gewöhnlich) langweilige viertel Stunde auf der Sonnenbank genutzt habe :-)) Ich schreibe das hier einfach für jedermann lesbar auf, weil glaube ich viele Leute überhaupt gar keine richtige Vorstellung davon haben, wie eine Fantasiereise aussehen kann oder was dabei überhaupt passiert. Jedenfalls schloss ich ganz einfach die Augen, genoss die Wärme auf meiner Haut und ließ die Bilder in meinem Kopf entstehen. Zur Erklärung: Man hat eine grobe Absicht, nimmt sich vor "wo man landen will" und durch die Eindrücke, die herauf dämmern, verselbstständigt sich das Ereignis (mal mehr, mal weniger schnell) ganz von alleine. Dies nun sind die Notizen, die ich mir nach meiner Rückkehr zuhause direkt aufgeschrieben hatte:

Ich stehe auf einer kleinen, von Sonnenlicht überfluteten Lichtung. Es ist warm, aber ein stetiger Wind weht durch meine Haare (vermutlich das Gebläse der Klimaanlage ;-), streicht über meine Haut. Ich hülle mich zunächst in einen flauschigen, Poncho-artigen Mantel. Ich fühle mich sicher und wohl, bin irgendwie freudig erregt (vermutlich weil dies meine erste bewusste Reise gewesen ist). Vor mir erblicke ich einen kleinen Teich, er ist von Seerosen oder Wasserlilien übersäht und irgendetwas plätschert. Frösche sind da, sie quaken freundlich und Bienen summen geschäftig um mich herum. Das Gras unter meinen Füßen ist saftig-grün und weich;, also bin ich noch barfuß. Die Wiese ist von hohen, einladend wirkenden Hecken umgeben. Zu meiner Rechten entdecke ich vor mir im Blickfeld plötzlich eine Statue aus Stein. Kurz sehe ich darin einen Engel aufblitzen, danach erkenne ich nur noch seinen unteren Teil deutlich. Die Flügel zeigen gerade und spitz nach unten. Auf einmal wechselt das Bild, ich erkenne in der Statue eine Frau wieder, die ich in einem Computerspiel schon öfter gesehen habe. Sie scheint mir in beiden Händen haltend, eine Rose darzubieten (Ist die ebenfalls versteinert?) Nun bemühe ich mich auch den Engel wieder zu erkennen, aber seine obere Hälfte bleibt verschwommen. Beide Statuen sind jedoch nun da. Vor mir eröffnet sich ein schattiger Tunnel. Hecken, die zu einem schmalen, eingerahmten Weg zusammengewachsen sind. Ich will darauf zugehen, weshalb ich mich nach einigem überlegen entscheide meine roten Ballerinas überzuziehen. (anstatt der beigen Stiefeletten, die vor dem Solarium stehen ;-) Weil es so warm ist tausche ich kurzerhand auch mein dickeres Gewand gegen ein luftiges Sommerkleid. Nun schreite ich zielstrebig auf den Gang aus satten Blättern zu. In dem dichten Blattwerk zwitschern fröhlich verschiedene kleine Vögelchen. Der Boden unter meinen Sohlen ist nun angenehm kühl und lehmig, von festgetretenen Blättern übersäht. In den Büschen um mich herum und über mir raschelt der Wind. Der Weg ist etwas länger, als ich erwartet hatte und ich bin gespannt, wohin er mich führen wird.

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