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Ursprünge:

Bei Beltaine handelt es sich traditionell betrachtet um den irisch-schottisch-keltischen Sommeranfang, denn genau als solcher wurde es angesehen. Das Fest wird inzwischen in der Nacht vom 30. April auf den 01. Mai gefeiert, ist jedoch ursprünglich ein Mondfest, das am 05. Vollmond nach Jul begangen wird. Irgendwo dazwischen oder um eines dieser Daten herum wird es Hex'und Heid also früher oder später in den Fingern jucken, den persönlichen oder spirituellen Sommer einzuläuten.

Der Wonnemonat an sich ist nach der griechischen Göttin Maia benannt worden, eine der sieben Plejaden. Die Wurzeln des Feiertages wiederum finden sich in alten Fruchtbarkeitsfesten der römisch-griechischen Kultur, anlässlich derer die Große Mutter, Mutter Erde geehrt wurde. Bei den Römern hat man zu dieser Zeit außerdem den sog. "Laren" (was soviel bedeutet wie ungefähr "Elfen") an Schreinen in den Häusern Opfer dargebracht. Diese wurden teilweise als Naturgeister, aber auch als Geister der Vorfahren oder der Erde selber, verstanden. Früheste Abbildungen unserer heutigen Vorstellungen, wie wir sie etwa von Feen haben, fanden sich überdies bereits in etruskischen Grabmälern aus der Zeit von ca. 600 v. Chr.

In den heidnischen, wiccanischen, ursprünglichen Traditionen, wie wir sie heute meist kennen, wurde aber der Feiertag, wie bereits erwähnt, zum großen Teil aus dem Keltischen übernommen. Zelebriert wird hier die rituelle Vereinigung des gehörnten Gottes mit der jungfräulichen Göttin, welche diese zur Mutter macht. Wörtlich übersetzt bedeutet Beltane übrigens soviel wie "leuchtendes Feuer". Ich vermute mal dass dies sich sowohl auf die aller Orts entzündeten Freudenfeuer bezog, die auf den Hügeln loderten, als auch und vielleicht vor allem, auf die Sonne (den Sonnengott, wie auch immer).

In der Nacht trieben die Druiden das Vieh über eben diese Feuer, um es vor Schaden zu schützen und auch die Menschen sprangen darüber, um sich zu reinigen und Unglück fern zu halten (was wiederum vermutlich die Wurzeln des "Handfasting" darstellt, also die heidnische Form der Hochzeit - denn der Mai ist auch seit jeher der traditionelle Monat für ebendiese gewesen).

Auch in der Avalon-Saga (siehe "Die Nebel von Avalon" / Marion Zimmer Bradley) dreht sich vieles um diese Riten. Zwar ist es lange (sehr sehr viele) Jahre her dass ich dieses Buch gelesen habe und ich war sicherlich auch noch ein ganzes Eck zu jung, um es wirklich zu verstehen (also besser nochmal aus dem Regal kramen ;-) aber ich meine dass es zu dem Thema sehr lohnenswert sein kann, das zu lesen. U. a. wurde an Beltane der neue Hirschkönig gewählt, es ging um die Jagd und die rituelle, nächtliche Vereinigung zwischen den jungen Leuten, im Wald...

Wie auch immer handelt es sich jedenfalls seit jeher um DIE magische Zeit der Hexen, weswegen auch die Kirche daraus fix Walpurgis machte. Dies bezieht sich wohl auf eine angelsächsische Äbtissin - Walpurga, eine Schutzheilige gegen Hexen und Dämonen ;-)

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